50 Jahre Kutter ZK-10

1966 wurde der erste Kutter ZK 10 an Seesportler der Berufsschule des Fischfangkombinates Rostock übergeben und auf den Namen „Greif“ getauft.
Der Kutter ZK 10 ist ein Doppel-Karweel geplanktes Schiff und kann als Ruder-Segel Kutter genutzt werden. Mittels einer Motoraufhängung ist eine Nutzung mit Motor möglich.
Er löste den Kutter K 10 ab, der seit 1950 in der DDR 535-mal gebaut wurde und dessen Ursprung bis in die 1930er Jahre zurück liegt. Er war sehr schwer und unhandlich.
Der Kutter ZK 10 Typ 2104 wurde vom Schiffbauingenieur U. Czerwonka entwickelt und auf der VEB Yachtwerft Berlin von 1966 bis 1971 259 mal gebaut. Davon 18 für die Volksmarine. Er wurde mit dem Segelzeichen Z gesegelt.
1976 – 1980 erfolgte eine Neuauflage des Kutters auf der VEB Bootswerft Rechlin in der GfK –Bauweise.
Es wurden 198 Kutter mit dem Segelzeichen K in weißer Gelcoat, sowie circa 30 mit grauer Gelcoat für die Volksmarine hergestellt.
Mit der Einheit Deutschlands übernahm die Treuhand den Bootsbestand, der aus 185 Holzkuttern und 184 GfK Kuttern bestand. Die Kutter der Volksmarine wurden dabei nicht erfasst,
Im Zuge der Abwicklung und der Wirren sind 140 Holzkutter und 120 GfK Kutter an die Vereine übergeben worden.14 Holzkutter und 17 GfK Kutter von der Treuhand verkauft und 31 Holzkutter und 47 GfK Kutter sind verschollen.

Nach 1990 wurde ein Holzkutter in Berlin neu gebaut. Vom Februar 2001 bis 2022 wurde der GfK Kutter in Kleinserie in der modifizierten Version ZK-10/W inzwischen über 20-mal von der Wieker Boote GmbH auf Rügen gebaut.
– geschätzter Bestand : 290 Boote
in Deutschland, Europa, Russland, Cuba und Mozambique

Text und Bild wurden zur Verfügung gestellt von Klaus Ledderhos – Seesportclub Greifswald e.V.


Ruder- und Segelkutter ZK-10/W

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